Kontopfändung | P-Konto

Die Kontopfändung gehört noch immer zu den beliebtesten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einiger Gläubiger. Durch die Kontopfändung werden Daueraufträge und Lastschriften nicht mehr ausgeführt, das Guthaben auf dem Girokonto geht im schlimmsten Fall an den vollstreckenden Gläubiger.

Viele Banken nutzen Kontopfändungen, um sich von (für sie) unliebsamen und unrentablen Kunden zu trennen.

Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des Pfändungsschutzkontos (kurz P-Konto) eine geeignete Gegenmaßnahme zur Verfügung gestellt. Jeder Bankkunde kann sein bestehendes Girokonto formlos in ein P-Konto umwandeln lassen.

Hierfür sind allerdings einige Dinge zu beachten:

  • Das Konto darf nur auf den Namen einer Person laufen. Gemeinschaftskonten können nicht in P-Konten umgewandelt werden.
  • Das P-Konto darf nur im Guthaben geführt werden.
  • Jede Person darf nur ein P-Konto führen.
  • Das P-Konto wird in der Schufa eingetragen

Sobald Sie Ihr Girokonto in ein P-Konto umgewandelt haben, sind monatliche Geldeingänge bis zu 985,15€ vor der Pfändung geschützt. Die Umwandlung in ein P-Konto kann auch nach einer Kontopfändung erfolgen.

Unter gewissen Voraussetzungen kann der pfändungsfreie Betrag von 985,15€ erhöht werden. Gehen z.B. Kindergeld oder Arbeitslosengeld II einer Bedarfsgemeinschaft auf Ihr Konto ein, wird der pfändungsfreie Betrag auf Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung erhöht. Dies gilt auch, wenn Sie z.B. Kindern zum Unterhalt verpflichtet sind.

Die hierfür notwendige Bescheinigung erhalten Sie kostenfrei in unseren Beratungsstellen.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin und bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • Einkommensnachweis (Gehaltsabrechnung, Rentenbescheid, Kindergeldbescheid, ALG-II-Bescheid, etc)
  • Einen aktuellen Kontoauszug
  • Nachweise über Unterhaltsverpflichtungen

Grundsätzlich gilt, dass Kontopfändungen, wie auch Lohnpfändungen, nur der Ausdruck eines bestehenden Schuldenproblems sind. Ein P-Konto kann zwar verhindern, dass Ihr Gläubiger ihm nicht zustehende Beträge pfändet, die Ursache der Pfändung wird damit allerdings nicht behoben.

Gerne helfen Ihnen unsere Berater bei der Bearbeitung Ihrer Schuldenangelegenheit weiter.